Wer am 31. Mai 2026 zu Trishna kommt, wird von einer überwältigenden Rosenpracht empfangen. Die roten Buschrosen um das Haus stehen in voller Blüte und schenken alles, was wir für das Rosen-Yagna brauchen. Aus Rosen und anderen Blumen des Gartens sind wunderschöne Malas für das Babaji-Bild und den Shiva-Lingam gefertigt worden. Auch die Rosenblätter für die Opferungen stammen vollständig aus dem eigenen Garten.






Nachdem alle Teilnehmenden das Tilak aus Chandan, Kumkum und Reis erhalten haben, beginnt die Zeremonie mit dem Vaterunser, dem Ave Maria, der Al Fatiha und persönlichen Fürbitten. Gemeinsam gedenken wir des Tages und des Ortes und schliessen Menschen, Tiere und die ganze Schöpfung in unsere Gebete ein.
Es folgt die Shiva-Lingam-Puja. Auf dem Altar stehen die kleinen Murtis von Ganesha, Parvati und Shiva – die Heilige Familie –, die Babaji einst persönlich gekauft hat. Danach wird das heilige Feuer entzündet und das Rosen-Yajna beginnt.
Trishna leitet die Zeremonie, rezitiert die Mantras und gibt mit dem Opferlöffel Ghee ins Feuer. Ihr die verschiedenen Opfergaben zuzureichen, ist ein schöner Dienst während des Yagnas. Die übrigen Teilnehmenden halten Schalen mit Samagri in den Händen und bringen bei jedem Mantra kleine Gaben mit Daumen, Mittel- und Ringfinger dar. Rosenblätter, Nelken, Kardamom, Macis, Lotussamen und weitere Opfergaben werden so dem Feuer übergeben.
Nach dem Abschluss des Yajnas wird das Aarti mit dem Leuchter dargebracht. Danach erklingen die kraftvollen Jai Kars, bevor Halva als Prasadam und heiliges Wasser verteilt werden.
Die Sonne begleitet uns den ganzen Tag, und die Hitze ist entsprechend gross. Chai und Hibiskustee sorgen zwischendurch für etwas Erfrischung und eine kleine Pause im Schatten.
Erst als wir uns verabschieden und alle auf dem Heimweg sind, öffnet der Himmel seine Schleusen.
Ein herzliches Dankeschön an Trishna für die liebevolle Vorbereitung, die Leitung der Zeremonie, die Blumenpracht ihres Gartens und ihre grosse Gastfreundschaft.
Om Namah Shivaya
